Vernunft statt Populismus

Veröffentlicht am 08.07.2011 in AntiFa/Migration

Die Jusos Coburg/Kronach sind mehr als erstaunt über die momentane Diskussion über den Bau eines Minaretts auf die Moschee der islamischen Gemeinde in Coburg, die seitens der CSU und JU jeder Konstruktivität entbehrt.

„Die einzig wahre Aussage, die die CSU und ihre Jugendorganisation zu diesem Thema getroffen haben, ist die Feststellung, dass der Bau eines Minaretts kein gewöhnliches Bauvorhaben ist“, so Kanat Akin, Vorsitzender der Jusos im Kreisverband Coburg-Land. „Doch leider haben sie wohl dabei eine andere Intention als wir Jusos. Wir nämlich sehen den Bau als wichtigen Schritt hin zu einer aktiven Integration muslimischer MitbürgerInnen in einem Staat, in dem seit 1949 Religionsfreiheit herrscht. Vielfalt und Toleranz gegenüber anderen Religionen sind die Motoren einer beschleunigten und erfolgreichen Integration zum Nutzen unserer gesamten Gesellschaft.“

Aus diesem Grund dürfe die Diskussion über das Thema nicht auf eine solch populistische Art stattfinden, wie es momentan durch CSU und JU getan wird. Derartige Stammtischparolen seien Nährboden für extreme Gruppierungen und das könne niemand wollen, dem der gesellschaftliche Frieden und eine an Toleranz und Menschenwürde orientierte Rechtsordnung wichtig sind.

„Coburg tut gut daran, sich an den Erfolgen von Toleranz und Kooperation ein Beispiel zu nehmen. Das Minarett ist eine Gelegenheit zu zeigen, dass man aus der eigenen Stadtgeschichte während des Nationalsozialismus gelernt hat und seinem eigenen Leitspruch „Werte und Wandel“ gerecht wird. Werte wie Toleranz, Humanität und die Gleichheit aller Menschen und Wandel wie die Offenheit gegenüber Neuem“, so Franziska Bartl, Vorsitzende der Jusos im Unterbezirk Coburg/Kronach. Daher erklärten die Verfasser:. „Lasst uns als Stadt und Landkreis Coburg unsere Solidarität mit unseren muslimischen Mitbürgern gegen die Bedrohung durch Extremisten beweisen. Das Motto der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 soll schließlich auch in Coburg gelten, sodass wir sagen können: Willkommen bei Freunden!“